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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Zitate von Adolf Bube
* 23.09.1802 - † 17.10.1873
war ein deutscher Dichter und Archivar.


An mein Gedächtnis


Wie bist du, mein Gedächtnis,
Dem tiefen Meere gleich,
Das von dem Weltvermächtnis
Gesunk'ner Schätze reich!

Ich hab' in dich Gestalten,
Mir lieb und wert, versenkt,
Dir froher Tage Walten
Und Hoffnungsglück geschenkt.

Von deiner Flut verschlungen
Bleibt vieles unsichtbar;
Doch, was sich ihr entrungen,
Das schwebt hoch oben klar.

So wie das Meer Korallen
Und Bernstein, wirfst auch du
Im raschen Überwallen
Mir edle Gaben zu.

Oft riß dein Nebelschleier
mir in verschwieg'ner Nacht,
Wenn ich in ernster Feier
Mit regem Geist gewacht.

Dann stieg aus deinem Grunde
Manch holdes Bild empor,
Von dem sich mir die Kunde
Schon lange Zeit verlor.

Doch hell zu allen Zeiten,
Sah ich auf deiner Flut
Ein Bild bezaubernd gleiten, –
Mein höchstes Glück und Gut.

   

Das Schneegestöbe
r

Wie die kleinen Flöckchen
Bei des Windes Weh'n
Hell im weißen Röckchen
Durcheinander dreh'n!

Wechseltänze schlingen
Sie auf luft'gem Plan;
In verworr'nen Ringen
Krümmt sich ihre Bahn.

Hast vergeb'nes Mühen,
Rasches Flöckchen dort;
Spottend dein im Fliehen
Schwebt das Liebchen fort.

Andre, die ersiegen
Sich die holde Braut,
Aneinander schmiegen
Sie sich sanft und traut.

Aber alle kommen
Endlich hin zur Ruh',
Wann die Sonn' erglommen,
Deckt ein Grab sie zu.

Wahres Bild des Lebens!
Der erringt sich Lust,
Jener hascht vergebens
Bis ihm brach die Brust.

Doch in einen Hafen
Laufen alle ein,
In der Erde schlafen
Sie im engen Schrein.
       

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