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Zitate
von Adolf von Wilbrandt
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24.08.1837 - † 10.06.1911
deutscher Schriftsteller und Direktor des Burgtheaters in Wien
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Arbeit
und Genuß
sind Zwillingsbrüder, eins im andern lebend.
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Was
unterscheidet die Kunst von der Natur? Daß die Kunst das in
sich
Abgeschlossene, ewig Fertige, die Natur das ewig Werdende, ewig
Unfertige ist.
Die Kunst duldet keine Grenzenlosigkeit, die Natur keine Grenze.
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Lied des
Alten
Bald vergilbt das grüne Gras,
Rote Rosen werden blaß,
Und dein Flöten und Schalmei'n,
Hirte du,
Hirte, wird vergessen sein.
Über Nacht die Blüte fällt,
Übers Jahr dein braunes Zelt;
Nachtigallenlied verhallt,
Und dein Haar,
Und dein Haar erbleicht wie bald!
Deine Früchte höhlt der Wurm,
Deine Linde bricht der Sturm,
Deine Liebe freit der Tod:
Doch er läßt,
Doch er läßt dir deine Not!
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Begeisterung
ist
alles! Gib einem Menschen alle Gaben dieser Erde und nimm ihm die
Fähigkeit zur
Begeisterung, und du verdammst ihn zum ewigen Tod.
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Was uns
aus
Kinderaugen oft so ahnungsvoll und wie unerschöpflich ansieht,
spricht zwanzig
Jahre später nur von versteinerten Träumen,
verdorrten Schößlingen, verschütteten
Brunnen, und schämt sich, daß es noch zuweilen
verstohlen, wie ein Karfunkel
im Düstern, aufleuchtet; aus dem holden Menschen
»Kind« ist die Nutzpflanze
»Mann« oder das Gänseblümchen
»Frau« geworden.
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