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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Zitate von  Adolf von Wilbrandt
* 24.08.1837  - † 10.06.1911
deutscher Schriftsteller und Direktor des Burgtheaters in Wien

Arbeit und Genuß sind Zwillingsbrüder, eins im andern lebend.

 

Was unterscheidet die Kunst von der Natur? Daß die Kunst das in sich Abgeschlossene, ewig Fertige, die Natur das ewig Werdende, ewig Unfertige ist. Die Kunst duldet keine Grenzenlosigkeit, die Natur keine Grenze.

  

Lied des Alten

Bald vergilbt das grüne Gras,
Rote Rosen werden blaß,
Und dein Flöten und Schalmei'n,
Hirte du,
Hirte, wird vergessen sein.

Über Nacht die Blüte fällt,
Übers Jahr dein braunes Zelt;
Nachtigallenlied verhallt,
Und dein Haar,
Und dein Haar erbleicht wie bald!

Deine Früchte höhlt der Wurm,
Deine Linde bricht der Sturm,
Deine Liebe freit der Tod:
Doch er läßt,
Doch er läßt dir deine Not!

  

Begeisterung ist alles! Gib einem Menschen alle Gaben dieser Erde und nimm ihm die Fähigkeit zur Begeisterung, und du verdammst ihn zum ewigen Tod.

  

Was uns aus Kinderaugen oft so ahnungsvoll und wie unerschöpflich ansieht, spricht zwanzig Jahre später nur von versteinerten Träumen, verdorrten Schößlingen, verschütteten Brunnen, und schämt sich, daß es noch zuweilen verstohlen, wie ein Karfunkel im Düstern, aufleuchtet; aus dem holden Menschen »Kind« ist die Nutzpflanze »Mann« oder das Gänseblümchen »Frau« geworden.

  

 

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