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Albert
Traeger
* 12.06.1830 - † 26.03.1912
deutscher Rechtsanwalt und Dichter
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Solange
wird die Liebe dauern, solang ein Mutterherz
noch schlägt.
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Fest
und unbeugsam sei des Mannes Hand,
ob sie das Schwert, ob sie die Feder führe,
ob sie der Liebe heil'gen Opferbrand,
ob sie der Rache wilde Flammen schüre.
Sie biete freudig sich dem Freunde dar
und scheue sich, den Feind selbst zu betrügen,
ein männlich Herz sei immer offenbar
in ihren Streichen und in ihren Zügen!
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Beunruhigt
euch um keinen, der weint, er hat den
Trost in seinen Tränen, aber, wenn ihr zu hören
versteht, dann wird manches
Lachen euch ins Herz schneiden, heftiger, als der
erschütterndste
Schmerzensschrei, und habt ihr kluge Augen, sie werden euch bei manchem
Lächeln
feuchter werden als bei dem Anblick des offenkundigsten Jammers.
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Wenn
du ein Herz gefunden,
das treu mit Dir es meint,
in guten und bösen Stunden,
bleib eng mit ihm vereint!
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Ein
Tag mit dir
Du gleichst so ganz dem sonnenhellen Tag,
Den ich mit dir wie einen Traum durchlebte,
Der duftig über Tal und Höhen lag,
Daß jedes Blatt in Sommerlust erbebte.
Gedenk' ich dein, dann lächelt mir erhellt
Von deinem Blick die heitre Welt entgegen.
Die Blüte duftet und die Knospe schwellt,
Auf jedem Halme ruht ein stiller Segen.
Und in mir jauchzt es: sieh! der Sommer hat
Sich ewig seine Heimat hier gegründet -
Und ich vergesse, daß manch welkes Blatt
Zu meinen Füßen schon den Herbst verkündet.
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Nur
nach dem einen muß du trachten,
sei würdig stets dich selbst zu achten.
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