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Zitate
von Ali Ibn Al Andaluzi Hazm
*
993
- †
1064
Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft,
Wesir des
Kalifen von Cordoba
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Was in sich selber
wir gegründet finden,
erweist als Wesen sich, das nimmer wankt.
Doch sehn wir seines Daseins Grund in andern,
so stirbt's mit dem, dem es sein Leben dankt.
Quelle
: »Das Wesen der Liebe«
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Gesegnet jene Flure wo du dein Haus erstellt.
Gesegnet ihr Bewohner, dort baut das Glück sein Zelt.
Zu Perlen werden Steine, zur Ros' der Distel Grün.
Staub ist dort süßer Amber. Mit Honig Bäche ziehen.
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Wenn sich
einer auf den ersten Blick verliebt
und sein Herz infolge eines
flüchtigen Aufleuchtens schnell an jemand hängt,
so
ist dies ein Beweis dafür, daß er wenig Ausdauer
besitzt; es zeigt an, daß er schnell vergißt.
Quelle
: »Menschen, die sich auf den ersten Blick
verlieben«
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Die
sinnlicher Empfindungen fähigen Organe
sind Mittel und Wege,
die zu den Seelen führen.
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Unter
Freunden begegne ich jedem, der einen Fehler hat, mit Nachsicht.
– Nicht jedoch, wenn mir jemand als Lügner bekannt
ist; denn in meinen Augen tilgt er damit alle seine Vorzüge,
hebt alle seine Tugenden auf und löscht alles aus, was an
Werten in ihm steckt.
Quelle
: »Der Verleumder«
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Wahrlich,
die Liebe löst starke Geflechte, trennt auf, was fest
verknüpft,
bringt Hartes zum Schmelzen und macht Festes
wanken,
sie läßt sich im Herzen nieder und erlaubt,
was verboten ist.
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Ich
küßte einmal so, daß ich es nie
vergaß.
Den Rest der Erdenzeit kann ich nicht Leben nennen.
Quelle
: »Das Halsband der Taube«
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Verbrennt
nur die Papiere! Die Gedanken sind feuerfest.
Was ich erkannt, kommt dadurch nicht ins Wanken,
daß ihr den Geist mit falschen Maßen meßt.
Quelle
: »Als man seine Bücher verbrannte«, aus
»Diwan aus Al-Andaluz«
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Die Liebe
ist eine unheilbare Krankheit.
Aber wer von ihr befallen ist, verlangt
nicht nach Genesung,
und wer daran leidet, will nicht gesunden.
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Das Auge
ist der ehrliche Vorläufer der Seele,
ihr rechtleitender
Führer und ihr glänzender Spiegel,
mittels dessen sie
die Wesenheit der Dinge klar erfaßt.
Quelle : »Das
Winken mit den Augen«
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Das
Gefallen am Schönen und die Macht der Liebe sind etwas
Natürliches,
weder befohlen noch verboten, denn die Herzen
stehen in Gottes Hand, und er wendet sie.
Quelle
: »Das Hüten des Liebesgeheimnisses«
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Wir
sollten unsere Lebensfrist angesichts ihrer Kürze eigentlich
nur für solche Dinge verwenden,
von denen wir für
morgen ein glückliches Jenseits und eine Stätte
seliger Heimkehr erhoffen dürfen.
Quelle
: »Das Halsband der Taube«
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