Aphorismen Zitate Sprüche
www.mentel-zetel.de  

"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Anakreon
* 563 - † 478 v. Chr.
griechischer Lyriker
 

Dem Greis geziemt es doppelt, mit süßem Tand zu spielen, je näher er dem Ende.
 
Der Krieg verschont nicht die Tapferen, sondern die Feigen.
 
Der alte Trinker

Alt bin ich zwar, doch trink ich
Trotz einem Jüngling wacker;
Und wenn es gilt zu tanzen,
Mach ich in meinem Chore
Den tanzenden Seilenos,
Nehme den Schlauch zum Stabe.

Gebt mir mit euren Stecken!
Hat einer Lust zu kämpfen,
Der kämpfe meinetwegen.
Auf! Bringe mir, o Knabe,
Gemischt mit honigsüßem
Weine den vollen Becher!

Alt bin ich zwar, doch trink ich
Trotz einem Jüngling wacker
.
 
Das Gelage

Kränze laßt uns, Rosenkränze,
Jetzt um unsre Schläfe winden,
Trinken unter milden Scherzen!
Einen Thyrsos in den Händen,
Welchen Efeulaub umrauschet,
Soll die Tänzerin den feinen
Fuß im Takt der Laute haben;
Und ein weichgelockter Knabe
Lasse seine würz'gen Lippen
Zu dem Saitenklang der Pektis
Herrlich von Gesange schwellen.
Eros selbst im goldnen Haarschmuck,
Mit dem schönen Gott Lyäos,
Mit der holden Kythereia,
kommt, des Schmauses Lust zu teilen,
Dessen sich die Greise freuen.

 
Ode an die Rose

Rose, Wunder aller Blumen, die blühen, 
jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling.
Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer.
Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite,
sie ist der Liebling der Cythere,
die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt
und mit ihrem süßen Parfüm
macht sie ihre Herren trunken 
.
 

 

Seite - 1 / 1 -
Text  1 bis 5 von 5

<<< Startseite  |  nach oben  |  zum Menue >>>