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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

August Boeckh
* 24.11.1785 - † 03.08.1867
war ein deutscher klassischer Philologe und Altertumsforscher.

Es gibt eine falsche und unechte Begeisterung, die der Weisheit entbehrt, diese beruht auf der Herrschaft dunkler und verschwommener Vorstellungen in leidenschaftlich heftigen Charakteren, und erscheint bald als religiöse, bald als politische, auch sogar als wissenschaftliche Schwärmerei.
 

Wer die Geister in seiner Gewalt hat,
wird auch die weltliche Macht bestimmen und beschränken.

 

Die Grundlage alles methodischen Verfahrens ist die sichere Anschauung,
die vom subjektiven Vorstellen befreit sich objektiv in den jedesmaligen Gegenstand versenkt.

 

Je mehr Wahrheit und Klarheit in der Erkenntnis der Natur und des Geistes,
desto mehr Gotteserkenntnis.

 
Die unteren Klassen können nicht gedeihen,
wenn die höheren nicht wohl bestellt sind, weil alle innerlich eng verbunden sind. –
Es ist kaum möglich, daß in den unteren Kreisen sich das Licht verbreite,
wenn es in den oberen verdunkelt ist.
 

Wer immer nur alle Bedenken bedenken wollte,
müßte sich zum völligen Schweigen verurteilen,
von welchem ich nicht zu sagen weiß,
ob es das unbedenklichste oder bedenklichste ist.

 

Weder Beobachtungen noch Versuche decken die letzten Gründe auf, noch bauen sie eine Brücke vom Sinnlichen zum Übersinnlichen, vom Leib zur Seele, von der Materie zum Geist. Kein Hebel sprengt das Tor zu dem innersten Geiste, kein Werkzeug rollt den Schleier der Isis auf.

 

Je innerlicher, geistiger die Dinge sind,
desto unmerklicher, bestrittener ist in ihnen der Fortschritt.

 

Wer das Nützliche nicht als das Notwendige anerkennt,
bleibt hinter seiner Pflicht zurück.

 
Das Glück besteht nicht in dem Reichtum und Luxus,
der vielmehr ein krankhafter Zustand und die Quelle der Erschlaffung und des Verderbnisses ist;
aber Wohlhabenheit und Tätigkeit sind seine Grundlagen,
weil Trägheit des Lasters Anfang ist
und Armut zur Armseligkeit führt.
 

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