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Zitate
von August Wilhelm Ambros
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11.11.1816 - † 28.06.1876
österr. Musikhistoriker und Kritiker und Komponist.
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Die Fabel, dass Midas
alles, was er berührte, in Gold verwandelte, gilt in
schönerem und edleren Sinne auch vom Künstler. Nur
berührt der Künstler nichts, was nicht die
Fähigkeit hat, Gold zu werden. Und muss er einmal auf Befehl
oder sonst gegen seine innere Kunstüberzeugung handeln,
so wird es eben kein Gold.
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Musik ist die
größte Malerin von Seelenzuständen und die
allerschlechteste für materielle Gegenstände.
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Der
echte Künstler gleicht dem Hausvater im Evangelium, der sein
Gastmahl rüstet, ohne zu fragen, was für Gäste sich zu
Tisch setzen werden, ohne sich darum zu kümmern, ob sich
überhaupt Gäste einfinden und ob er auf ihren Dank rechnen
darf.
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Die Saiteninstrumente
sind das eigentliche Kulturvolk, die Hellenen des Orchesters,
gegenüber den idyllischen Hirten- und orientalischen
Luxusvölkern der Holzbläser, der kriegerischen
Stämme der Trompeten, Hörner und Posaunen und den
Bardenhorden der Ophikleiden, Bombardons, Schallbecken,
Türkentrommeln.
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Die Melodie, selbst
wenn sie einstimmig vorgetragen wird, vereinigt alle Elemente der
Tonkunst; denn sie trägt neben rhythmischer Bewegung auch
schon ihren Harmoniegehalt in sich.
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