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Zitate
von Ernst Curtius
*
02.09.1814
- †
11.07.1896
war ein deutscher klassischer Archäologe und Althistoriker.
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In der
verständigen Unterordnung unter das Gesetz
lernt der Mensch
die Tugend des Maßhaltens,
der weisen und besonnenen
Selbstbeschränkung in Wort und Handlung.
Das Gesetz erzieht
den Menschen.
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Wo der
Mensch mit dem Geld zu tun hat,
treten alle Schwächen seiner
Natur zu Tage.
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Je
unruhiger die Welt wird, um so wichtiger ist es für die
lebende Generation, nicht einseitig in den Interessen des Tages
aufzugehen, sondern das Gedächtnis der Vorzeit zu pflegen und
in ernster Betrachtung ihrer Denkmäler ein heilsames
Gegengewicht gegen die ruhelosen Schwankungen der Gegenwart zu finden.
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Der Kampf
der Parteien ist eine Übungsschule aller geistigen
Lebenskräfte.
Er fördert das Ganze, indem er durch
offenen Gegensatz der Meinungen Vorurteile beseitigt,
sowie vor
Einseitigkeiten und Irrwegen bewahrt;
er fördert den
Einzelnen, indem er ihn nötigt,
in Wort und Tat eine
wohlgeprüfte Meinung mutig zu vertreten.
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Die
Notwendigkeit kennt keine Gründe.
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Alles
Menschliche soll unvollkommen bleiben, damit wir nicht wähnen,
daß unsere Ziele innerhalb der vergänglichen Welt
liegen.
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Die
Beziehung auf das Ewige ist es, welche uns Kraft und Ausdauer und
Selbstverleugnung gibt; sie lehrt uns in der Wissenschaft das
Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden., sie macht die Erkenntnis
zur Tugend und die Forschung zu einem Gottesdienst. Die wahre
Wissenschaft ist nur in der Sphäre des Unendlichen zu
begreifen.
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Zu allen
Zeiten hat man den geordneten Staat als das Schwierigste und
Größte betrachtet, was menschliche Weisheit
hervorbringen kann, weil in ihm eine Menge eigenwilliger
Persönlichkeiten in einem höheren Gesamtwillen
aufgehen.
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Der
Hochmut des Wissens ist dort zu Hause,
wo eine beschränkte,
einseitige und engherzige Richtung vorherrscht.
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Des Tages
Geschäfte sind für Viele der Art, daß sie
für Dinge, welche des Eifers nicht würdig sind, alle
Kräfte in Bewegung setzen. Je hastiger und atemloser dies
geschieht, um so mehr wird der Mensch von den Kleinigkeiten des
Augenblicks überwältigt und seinen wahren Interessen
entfremdet; er verliert sich selbst.
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Ohne den
Unsterblichkeitsgedanken wären wir nichts als armselige
Tagelöhner,
durch ihn erhält alles, was wir beginnen,
Bedeutung und Zusammenhang.
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Der
schlimmste Feind des Glücks ist der Zweifel und nichts
lähmt mehr unsere Kräfte und verstimmt mehr unser
Gemüt, als ein Zustand der Unklarheit und
Unschlüssigkeit.
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Es liegt
jeder öffentlichen Feier das Bewußtsein zu Grunde,
daß alles Gute und Schöne zu dessen Verwirklichung
der Mensch berufen ist, ihm erst recht gelinge, wenn er nicht mit
vereinzelter Kraft seinem Ziele gegenüber stehe, sondern mit
andern zu einem Vereine verbunden, in dessen Mitte sich alle
Lebenstätigkeiten sich steigern und alle Einzelkräfte
sich stärken, ordnen und veredeln.
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