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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Zitate von Jakob Boßhart
* 07.08.1862 - † 18.02.1924
Schweizer Schriftsteller

Leute mit leichtem Gepäck kommen am besten durchs Leben.

 

An einem Helden ist alles verzeihlich, nur nicht die Schwäche.

 

Das Gute ist dem Göttlichen ebenso fremd wie das Böse.
Gott hat mit moralischen Werten nichts zu schaffen.

 

Es ist seltsam, wie die Arbeiter ihren Stolz darein setzen, Proletarier zu sein.
Nicht die Proletarisierung, sondern die Entproletarisierung sollte das Ziel sein.

 

Der Praktiker argumentiert so: Ich begnüge mich mit Halbheiten und komme zu etwas,
der Idealist strebt nach dem Vollkommenen und bleibt in Lumpereien stecken.

 

Schlagfertige Menschen sind meistens oberflächlich, oder sie werden es infolge ihrer Begabung,
die ihnen der äußere Erfolg 
mühelos erwirbt.

 

Auf dieser Erde, in dieser Zeit, in diesem Leib das Höchste leisten,
das wird auch Gott
wohlgefällig sein.

 

Sprache verbindet und trennt stärker als Rasse.

 

Der Selbstbetrug ist der häufigste Betrug und auch der schlimmste.
Er kann tragisch werden. Er kann ein Lebenswerk verunmöglichen.

 

Das größte Elend hienieden ist nicht das soziale, sondern die Verkümmerung so mancher Menschenseele. Der Selbstbetrug ist der häufigste Betrug und auch der schlimmste. Er kann tragisch werden. Er kann ein Lebenswerk verunmöglichen.

 

Extreme Idealisten sind immer Feiglinge, sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

 

Das Tier lebt gewiss weniger bewusst als der Mensch, aber tiefer in der Wirklichkeit.

 

Die Religion muss froh machen.

 

Das Genie hat etwas vom Instinkt der Zugvögel.

 

Die Ahnung ist die Quelle der Religion.

 

Und könnten die Tiere reden, was würden sie sagen.

 

Das Weltgetriebe muss jede tiefer angelegte Natur von dem Augenblick an, da sie die Rätsel sieht, bis zum Ende in beständiger Ergriffenheit erhalten.

 

Das Gewissen ist eine eingefleischte Kulturgeschichte.

 

Wenn die Jugend das Wort Ungebundenheit auf ihre Fahne malt,
so verrät sie dadurch nur, dass sie nach Gebundenheit, Führung verlangt.

 

Warum kann man sein Bild im Spiegel nie ganz genau kennen lernen?
Weil man sich im Spiegel nie unbeobachtet sehen kann.

 

Der Sozialismus muss eine Sache der Menschheit sein
und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürgt werden.

 

Wer raschen Erfolg hat, muss wenig Persönlichkeit besitzen.

 

Jedes wahre Kunstwerk und jeder große Mensch ist rätselhaft und dunkel.

 

Menschen, die keine Probleme kennen, sind meistens beredt.

 

Der Staat darf nicht Selbstzweck sein, sondern das Mittel der Vergeistigung.
Er ist es aber nicht, das ist sein Fluch.

 

Wo der Einzelne nur an sich denkt, wird die Gesamtheit nimmer vorwärts kommen.

 

Erlebnis an und für sich ist wertlos. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Wird man durch das Erlebnis nicht größer, tiefer, reiner, so wäre es besser nicht geschehen.

 

Die dramatisch wirksamste Schuld eines tragischen Helden ist die Untreue,
begangen an seinem obersten Grundsatz.

 

Viele Menschen erscheinen uns unergründlich nicht deshalb,
weil sie tief sind, sondern weil wir anders geartet sind als sie.

 

Kinder rechnen nicht mit der Zeit, daher ihre langen und gründlichen Beobachtungen.

 

Was wäre das Leben ohne den Tod? Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen, man hätte viel leicht nicht einmal einen Namen dafür.

 

Die Empfänglichkeit für Kultur wird künftig den Ausschlag geben, und nicht die Gewalt.

 

Man muss nicht das Gescheitere tun, sondern das Bessere.

 

Eine junge Künstlergeneration gebärdet sich immer so, als gälte es,
die Kunst
überhaupt erst zu erschaffen.

 

Leute mit leichtem Gepäck kommen am besten durchs Leben.

 

Die Jugend macht sich am liebsten an die schwersten, die letzten Probleme, die hat den Zug zum Absoluten, sie überschätzt aber ihre Kraft, sie kennt die Schranken noch nicht.

 

Wer nie in Banden war, weiß nichts von Freiheit.

 

Misstraue jedem Gedanken, der nicht selbstverständlich erscheint.

 

Leute mit leichtem Gepäck kommen am besten durchs Leben.

 

Einsamkeit ist ohne Gemeinschaft nicht möglich, so wenig wie das Nichts ohne das Sein.

 

Wenn ein Volk zu großen idealen Anstrengungen unfähig geworden ist, geht es unter.

 

Romantik ist ein Fliehen vor sich selbst, das größte Misstrauen, das man sich selbst ausstellen kann. So ist es eigentlich ein wenig mit allem Idealismus.

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