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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

 Zitate von Jean de la Bruyére
* 16.08.1645 - † 10.05.1696
war ein französischer Schriftsteller.

Man mag in der Liebe heikel sein,
man verzeiht ihr doch mehr Fehler 
als der Freundschaft.

 

Nichts erfrischt unser Blut so sehr,
wie wenn es uns gelungen ist,
eine Dummheit zu vermeiden.

 

Es ist ein großes Unglück, weder genug Geist zu besitzen,
um gut zu sprechen, noch genug Vestand, 
um zu schweigen.

 

Manche sprechen einen Augenblick, bevor sie denken.

 

Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich,
so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.

 

Spott ist oft Mangel an Geist.

 

Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt,
es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.

 

Es gibt ein Land, wo die Freuden sichtbar, aber falsch sind,
und der Kummer verborgen, aber echt.

 

Der darf vom Freunde annehmen, dem das Empfangen die gleiche Freude bereitet
wie dem Freunde das Schenken.

 

Wir stimmen den anderen nur zu, wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen und uns empfinden.

 

Man muss lachen, bevor man glücklich ist, weil man sonst sterben könnte, ohne gelacht zu haben.

 

Wahrheiten, die man ganz besonders ungern hört, hat man besonders nötig.

 

Die  Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und,
was uns Erwachsenen kaum passiert, sie genießen die Gegenwart.

 

Zwei ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermaßen: die Gewohnheit und das Neue.

 

Der Weise meidet zuweilen die Menschen, aus Furcht sich zu langweilen.

 

Ein Leben ohne Freunde ist wie eine weite Reise ohne Wirtshaus.

 

Menschen, die ihre Zeit schlecht verwenden, sind die ersten,
die sich über deren Kürze beklagen.

 

Man kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen:
Durch eigenes Können oder durch die Dummheit
der anderen.

 

Kein Weg ist zu lang für den, der langsam und ohne Eile vorwärts schreitet.

 

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.

 

Ein Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht, immer etwas zu erzählen.

 

Anfang und Ende einer Liebe kündigen sich dadurch an,
dass man sich scheut, mit dem anderen alleine zu sein.

 

Ein wesentlicher Umstand bei der Gerechtigkeit, die man anderen schuldet,
ist, dass man sie ihnen sogleich und ohne Aufschub widerfahren lässt.

 

Große Dinge setzen in Erstaunen, der kleinen wird man überdrüssig;
durch die Gewohnheit werden wir mit beiden vertraut.

 

Man kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man nicht bereit ist, kleine Fehler  zu verzeihen.

 

Jemanden vergessen wollen, heißt an ihn denken.

 

Das beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter gibt,
ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein Plätzchen,
das man sein eigen nennen kann.

 

Derselbe scharfe Verstand, der es uns ermöglicht, etwas Gutes zu schreiben,
lässt uns auch fürchten, es könnte nicht gut genug sein, dass es verdient, gelesen zu werden.

 

Der Tod, welcher der Hinfälligkeit zuvorkommt, kommt zur besseren Zeit
als der, welcher ihr ein Ende setzt.

 

Der Mann bewahrt fremde Geheimnisse besser als eigene.
Die Frau bewahrt eigene Geheimnisse besser als fremde.

 

Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person.

 

Schöne Mädchen geben ihren einst schlecht behandelten Liebhabern oft durch hässliche oder unwürdige Ehemänner eine zwar späte, aber ausreichende Genugtuung.

 

Das Leben ist eine Tragödie für die, die fühlen, und eine Komödie für die, die denken.

 

Die Unmöglichkeit, in der ich mich befinde, zu beweisen,
dass es keinen Gott
gebe, tut mir eben seine Existenz dar.

 

Nichts kann der Mensch weniger vermissen als den Menschen. Und ohne Liebe und Freundschaft kann man nicht mehr leben, wenn man sie einmal erlebt hat. Und die Verzweiflung über die eigene Dummheit   wird größer, wenn man sie mit sich allein austragen muss.

 

Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.

 

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