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Zitate
von Jean de la Bruyére
* 16.08.1645 - † 10.05.1696
war ein französischer Schriftsteller.
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Man
mag in der Liebe heikel sein,
man
verzeiht ihr doch mehr Fehler als
der Freundschaft.
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Nichts
erfrischt unser Blut so sehr,
wie wenn es uns gelungen ist,
eine
Dummheit zu vermeiden.
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Es
ist ein großes Unglück, weder
genug Geist zu besitzen,
um gut zu sprechen, noch genug Vestand, um
zu schweigen.
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Manche
sprechen einen Augenblick, bevor sie denken.
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Ist
das Leben unglücklich,
so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich,
so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.
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Spott
ist oft Mangel an Geist.
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Am
sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den
Eindruck vermittelt,
es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.
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Es
gibt ein Land, wo die Freuden sichtbar, aber falsch sind,
und der Kummer verborgen, aber echt.
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Der
darf vom Freunde annehmen, dem das Empfangen die gleiche Freude bereitet
wie dem Freunde das Schenken.
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Wir
stimmen den anderen nur zu, wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen
und uns empfinden.
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Man
muss lachen, bevor man glücklich ist, weil man sonst sterben
könnte, ohne gelacht zu haben.
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Wahrheiten,
die man ganz besonders ungern hört, hat man besonders
nötig.
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Die
Kinder kennen weder
Vergangenheit noch Zukunft, und,
was uns Erwachsenen kaum passiert, sie genießen die Gegenwart.
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Zwei
ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermaßen: die
Gewohnheit und das Neue.
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Der
Weise meidet zuweilen die Menschen, aus Furcht sich zu langweilen.
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Ein
Leben ohne Freunde ist wie
eine weite Reise ohne Wirtshaus.
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Menschen,
die ihre Zeit schlecht verwenden,
sind die ersten,
die sich über deren Kürze beklagen.
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Man
kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen:
Durch eigenes Können oder durch die Dummheit der
anderen.
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Kein
Weg ist zu lang für den, der langsam und ohne Eile
vorwärts schreitet.
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Es
ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas
geschenkt hat.
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Ein
Merkmal geistiger Mittelmäßigkeit ist die Sucht,
immer etwas zu erzählen.
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Anfang
und Ende einer Liebe kündigen
sich dadurch an,
dass man sich scheut, mit dem anderen alleine zu sein.
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Ein
wesentlicher Umstand bei der Gerechtigkeit, die man anderen schuldet,
ist, dass man sie ihnen sogleich und ohne Aufschub widerfahren
lässt.
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Große
Dinge setzen in Erstaunen, der kleinen wird man
überdrüssig;
durch die Gewohnheit werden wir mit beiden vertraut.
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Man
kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man
nicht bereit ist, kleine Fehler zu
verzeihen.
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Jemanden
vergessen wollen, heißt an ihn denken.
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Das
beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter
gibt,
ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein
Plätzchen,
das man sein eigen nennen kann.
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Derselbe
scharfe Verstand, der
es uns ermöglicht, etwas Gutes zu schreiben,
lässt uns auch fürchten, es könnte nicht gut
genug sein, dass es verdient, gelesen zu werden.
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Der
Tod, welcher der
Hinfälligkeit zuvorkommt, kommt zur besseren Zeit
als der, welcher ihr ein Ende setzt.
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Der
Mann bewahrt fremde
Geheimnisse besser als eigene.
Die Frau bewahrt eigene Geheimnisse besser als fremde.
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Die
Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der
ganzen Person.
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Schöne
Mädchen geben ihren einst schlecht behandelten Liebhabern oft
durch hässliche oder unwürdige Ehemänner
eine zwar späte, aber ausreichende Genugtuung.
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Das
Leben ist
eine Tragödie für die, die fühlen, und eine
Komödie für die, die denken.
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Die
Unmöglichkeit, in der ich mich befinde, zu beweisen,
dass es keinen Gott gebe, tut mir eben
seine Existenz dar.
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Nichts
kann der Mensch weniger vermissen als den Menschen. Und ohne Liebe und
Freundschaft kann man nicht mehr
leben, wenn man sie einmal erlebt hat. Und die Verzweiflung
über die eigene Dummheit wird
größer, wenn man sie mit sich allein austragen muss.
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Der
Tod kommt nur einmal, und
doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar.
Es ist herber, ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.
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