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Zitate
von Ludovico Ariosto
* 1474 - † 1533
italienischer Lyriker und Satiriker
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An
meinem
Worte darf kein Zweifel kleben,
ward's einem oder Hunderten gegeben,
sei's auf der Straße, sei's in Höhlennacht.
Das niedre Volk mag an den Schwur sich halten:
Versprechen stets für edle Geister gelten,
als wären sie zum Sakrament gemacht.
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Der
Mensch kann
ohne Weib an seiner Seit'
sich nie zur Höhe rechten Wertes schwingen.
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Nicht
größre
Schmähung einer Frau man spend't,
als wenn man sie alt oder häßlich nennt.
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Das
Mädchen,
das nicht mehr als Licht und Leben
zu hüten weiß die Blüte wundersam,
verliert, wenn einer dieses Gut verletzte,
den Preis, den jeder über alles schätzte.
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O
Männersinn,
unstet und leicht beweglich!
Wie sehr ist unsere Laune wechselvoll!
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Zwar hat
ein
schwacher Zaum, die Bewegung
des mut'gen Pferds zu hemmen, oft die Kraft;
doch selten ist's, daß des Verstandes Regung
zur Umkehr bringt die tolle Leidenschaft,
sobald Genuß im Spiel.
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Vernimm:
Lockt
nur ein liebliches Gesicht
zum Ehestand - sei klug und folge nicht!
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Entschlüsse,
die dem Augenblick entspringen,
glücken den Frauen, ob auch unbedacht;
der Vorzug zählt zu all den guten Dingen,
damit der Himmel sie so reich bedacht.
Den Männern wird oft guter Plan mißlingen,
ward er mit Überlegung nicht gemacht:
Reiflich Erwägen muß das Handeln lenken;
ein Kopfzerbrechen braucht es, lang Bedenken.
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Soll ich
nun? -
Soll ich nicht? - mir scheint, die Taten,
die uns erfreun, gehn auf der rechten Bahn.
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Vom
Schlaf zum
Tode ist ein kleiner Weg.
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