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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Zitate von Ludovico Ariosto
* 1474  - † 1533
italienischer Lyriker und Satiriker

 An meinem Worte darf kein Zweifel kleben,
ward's einem oder Hunderten gegeben,
sei's auf der Straße, sei's in Höhlennacht.
Das niedre Volk mag an den Schwur sich halten:
Versprechen stets für edle Geister gelten,
als wären sie zum Sakrament gemacht.

 

Der Mensch kann ohne Weib an seiner Seit'
sich nie zur Höhe rechten Wertes schwingen.

 

Nicht größre Schmähung einer Frau man spend't,
als wenn man sie alt oder häßlich nennt.

  

Das Mädchen, das nicht mehr als Licht und Leben
zu hüten weiß die Blüte wundersam,
verliert, wenn einer dieses Gut verletzte,
den Preis, den jeder über alles schätzte.

 

O Männersinn, unstet und leicht beweglich!
Wie sehr ist unsere Laune wechselvoll!

 

Zwar hat ein schwacher Zaum, die Bewegung
des mut'gen Pferds zu hemmen, oft die Kraft;
doch selten ist's, daß des Verstandes Regung
zur Umkehr bringt die tolle Leidenschaft,
sobald Genuß im Spiel.

  

Vernimm: Lockt nur ein liebliches Gesicht
zum Ehestand - sei klug und folge nicht!

 

Entschlüsse, die dem Augenblick entspringen,
glücken den Frauen, ob auch unbedacht;
der Vorzug zählt zu all den guten Dingen,
damit der Himmel sie so reich bedacht.
Den Männern wird oft guter Plan mißlingen,
ward er mit Überlegung nicht gemacht:
Reiflich Erwägen muß das Handeln lenken;
ein Kopfzerbrechen braucht es, lang Bedenken.

  

Soll ich nun? - Soll ich nicht? - mir scheint, die Taten,
die uns erfreun, gehn auf der rechten Bahn.

  

Vom Schlaf zum Tode ist ein kleiner Weg.

 

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