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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

 

Peter Abälard
* 1079 - † 21.04.1142
französischer Theologe und Philosoph

Die Heilige Schrift ist ein Spiegel der Seele. Wer in ihr liest, der weiß erst, was Leben heißt, wer sie versteht, dem erwächst die Frucht dieses Verständnisses.

 

Bei der Krankheit des Wortemachens muß man besondere Vorsichtsmaßregeln ergreifen, weil es eine gefährliche, ansteckende Krankheit ist.

 

Der erste Schlüssel zur Wahrheit liegt in häufigem und unermüdlichen Fragen. Denn durch Diskrimination gelangen wir zur Selbstbefragung, und durch die Frage nach unserem wirklichen Wesen gelangen wir zur Wahrheit.

 

Wer in dieser Welt nicht mehr zu kämpfen braucht, der verliert die Spannkraft und verfällt schließlich den Lockungen des Fleisches.

 

Eine Regelung sollte sich nur mit dem Notwendigen befassen, aber nicht mit dem Erläßlichen.

 

Einen eingeschlagenen Nagel treibt ein neuer Nagel wieder heraus; so verdrängt ein neuer Gedanke den früheren, wenn der Geist sich anders einstellt und die Erinnerung an Früheres schwinden oder doch zurücktreten läßt.

 

Denn nicht einem Menschen zu dienen,
ist schimpflich, sondern dem Laster.

 

Man muß wissen, daß Stoff und Form immer miteinander verbunden zugleich existieren, daß die Vernunft des Geistes aber die Kraft hat, bald nur den Stoff für sich, bald nur die Form, bald beide verbunden zu betrachten.

 

Damit Kampf sei, muß es einen Feind geben, der widersteht, nicht einen, der gänzlich zugrunde geht.

 

Winkte Errettung nur dann, wenn frühere Sünden mich reuten, dann versänke für mich Hoffen auf Rettung ins Nichts. Was ich begangen, es lebt so stark in freudiger Süße, daß mich die Tiefe der Lust noch im Erinnern umfängt.

 

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