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"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man eine hat.
"

(Heinrich Heine)

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Gedichte von Katja Uhlich
* 1974
deutsche Schriftstellerin
Autorin des Buches »Dichter am Leben«

Kampf ums Leben

Es ist ein Kampf, sagst Du, das ganze Leben
und innerlich hast Du schon aufgegeben.
Deine Gedanken drehen Mühlen gleich,
im Kreise sich, der eng und reich
an Schmerz und Qual.
Doch keine Wahl
bleibt Dir und den Deinen.
Im Reinen
sollst Du gehen.
Nicht alles kann man verstehen.
Nicht alles ist es wert, zu kämpfen.
Doch vieles kann die Schmerzen dämpfen.
Vieles kann uns Hoffnung geben,
in diesem tödlichen Kampf ums Leben.
Und einmal werden wir nicht siegen,
doch es geht um den Kampf und nicht ums Erliegen.

 © Katja Uhlich, (1974),  deutsche Schriftstellerin

 

Der Gedanke

Ich weiß nicht, ob ich frei denke
oder denke, ich sei frei.
Ich weiß nicht, ob ich mich verschenke
oder er Geschenk mir sei.

Ich liege hier und soll nur fühlen,
also fühle ich meine Lage.
Und aller Antwort liegt in vielem,
vergessen hab ich nur die Frage.

Ich ahne grenzenlose Weite,
bin weiterhin begrenzt in allem.
Doch jede neu entdeckte Seite,
lässt neues Licht auf alle Grenzen fallen.

Ich stoße an, nicht nur an Grenzen,
verpasse dem Gedanken einen Tritt.
Auch mit diesem werde ich nicht glänzen,
doch auch dieser ist ein kleiner Schritt.

 © Katja Uhlich, (1974),  deutsche Schriftstellerin

 

Engel und Teufel

Und wenn der Engel, der da liegt,
sich in des Teufels Hände schmiegt?
Wenn beide ihre Wünsche spiegeln
und sprechen frei von allen Siegeln.
Wird dann der Engel zum Dämon?
Der Teufel gleich zum Engel schon?
Könnt einer wie der andere sein,
bräuchte es dann derer Zwein?
Oder sei die Vielfalt wichtig?
Dann liegen beide gegensätzlich richtig.
© Katja Uhlich, (1974),  deutsche Schriftstellerin

     

Schlaflos

Wie oft wird eine Nacht wie heute,
vergehen ohne Schlaf?
Nicht dass ich diese Zeit bereute,
in der ich auf mich traf.

In nächtlichen Stunden
der Dunkelheit,
hab ich herausgefunden,
es ist soweit.

Die Zweifel sind kleiner
als der mir geschenkte Mut.
Kam so plötzlich einer,
der sagte, alles ist gut.

So sitz ich hier, um Schlaf gebracht,
in Gedanken wohl geborgen.
Wie ich liebe diese Nacht
und den nächsten Morgen.

© Katja Uhlich, (1974),  deutsche Schriftstellerin

 

Ein Gleichgesinnter

Ich fand unter allen Poeten,
den einen,
mit großen Nöten,
wie meinen
so ungewöhnlich.
Das stimmte mich wieder versöhnlich...
© Katja Uhlich, (1974),  deutsche Schriftstellerin

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