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Aphorismen
von Matthias Pleye
* 1977
deutscher
Historiker und Schriftsteller
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Ein Freund
ist ein Mensch, dem man sagen kann,
was man eigentlich selbst dem
besten Freund nicht sagen kann.
© Matthias Pleye,
(*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Dass die
Wirklichkeit nicht die Wahrheit ist,
geht leichter in die Herzen als in
die Köpfe der Menschen.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Wer die
Angst vor sich selbst und vor dem Tod verloren hat,
den schreckt keine
Macht mehr.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Junge
Menschen können die Weisheit kennen, haben oder sagen;
weise
sein indes können sie schwerlich schon.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Wir
wissen, dass sich hinter dem Moral- und Wertgetöse in Politik
und Wirtschaft meist zynische Interessen verbergen. Aber statt vom
machiavellistischen Tingeltangel abzulassen, perfektionieren wir seine
Anwendung.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Der Mensch
sieht kaum die Hälfte dessen, was er wahrnimmt,
glaubt aber,
er könne die ganze Welt verstehen.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Demokratie
ist, wenn das Volk sich sein Puppentheater selbst zusammenstellt
und
nachher trotzdem mehr zahlt, als vorne angeschlagen war.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Religiöse
können bisweilen Glaubenszweifel nur dadurch beruhigen,
dass
sie die Ungläubigen missionieren – also eigentlich
sich selbst.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Der Mensch
ist kein Engel, und soll er’s dennoch werden,
hängt
ihm im Rücken der Dämon und harrt des Tags seiner
Machtübernahme.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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Wer Fragen
der persönlichen Identität politisch beantworten will,
begeht einen Kategorienfehler.
© Matthias
Pleye, (*1977), deutscher Historiker und Schriftsteller
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